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Literatur

Literatur zum Thema Jugendwerkhof und Kinderheim


Der Widerstand der Jugend

Das alltägliche Leben vieler Jugendlichen in der DDR wurde wie gesagt räumlich und geistig beschränkt. Die Mauer war für die äußerlichen Grenzen und der SED-Staat für die innerlichen Grenzen verantwortlich.


Kammergericht Unterbringung von Jugendlichen im ehemaligen Jugendwerkhof Gerswalde-Suckow regelmäßig nicht rechtsstaatswidrig (PM 12/2007)

Kammergericht Unterbringung von Jugendlichen im ehemaligen Jugendwerkhof Gerswalde-Suckow regelmäßig nicht rechtsstaatswidrig (PM 12/2007)


Die Hose

Seltsames geschah 1963, als ich mit sogenannten Schlaghosen mitten im dritten Lehrjahr im Pressenwerk Bad Salzungen auftauchte. Gerade gab es eine heftige Diskussion wegen der Bluejaens, damals Niethosen genannt, die einen Jugendlichen als Verfechter und Dulder westlicher Dekadenz erscheinen ließ und die tiefe Mißachtung der Obrigkeit erzeugte. Meine unmittelbare Obrigkeit war Kaderleiter Storch aus Breitungen.


Endlich Halt unter den Füßen

Endlich Halt unter den Füßen

Ein bundesweit einmaliges Projekt in Magdeburg will Obdachlosen neue
Chancen eröffnen
Anett Göcke wollte Tischlerin werden. Doch der 36-jährigen
Magdeburgerin bot sich dazu nie die Möglichkeit. Das Glück
fehlte von Anfang an: „Als meine Mutter mich entbunden hat,
hat sie mich im Krankenhaus gelassen und ist abgehauen",
...


Berlin Alexanderplatz - der 7. Oktober 1977 und die Folgen

Vor kurzem fanden in mehreren Berliner Stadtbezirken "Gerichtsprozesse" statt, bei denen Jugendliche mehrjährige Freiheitsstrafen erhielten. Begründung: Sie hätten am 7. Oktober 1977 eine "drohende Haltung gegen die Staatsgewalt" gezeigt.
Was war am 7. Oktober letzten Jahres in Berlin geschehen?


Mein Richard / Stefan Heym (1974)

Keiner wohnt mehr in dem Haus. Es soll abgerissen werden, habe ich gehört; vielleicht wird sogar die ganze Straße geräumt — obwohl die Grenze, die hier schräg einfällt und im rechten Winkel wieder abschwenkt, nur dieses eine Haus berührt. Richard haben sie in den Jugendwerkhof geschickt. Einmal die Woche darf ich ihn dort besuchen; dann berichtet er mir, dass es ihm gut geht und dass die Erzieher mit seiner Arbeit zufrieden sind; er ist nicht renitent, war es nie; aber um den Mund her­um hat er einen harten Zug bekommen, der vorher nicht da war. Und das tut weh.


Sergej Vladimirovich Bodrow

* Montag, 28. Juni 1948
geboren in Chabarowsk, Ost-Sibirien, UdSSR


Mit 15 Jahren geht Sergej noch Moskau und studiert am Energetischen Institut vier Jahre lang. Nach Abbruch des Studiums arbeitet er als Hilfsarbeiter. 1971 geht er an die Filmhochschule, die er 1975 als Drehbuchautor in der Klasse von Kira Paramonowa und Natalja Folkina beendet. Zuerst arbeit er als Szenarist, später als Regisseur.


SED-Regime Die Opfer leiden immer noch

SED-Regime

Die Opfer leiden immer noch

Von Claus Peter Müller, Erfurt


14. November 2006 Der SED-Staat brach vor 17 Jahren zusammen, aber das Unrecht, das im Namen der Partei begangen wurde, ist immer noch nicht geheilt.


Annett Reinboth (33) aus Leipzig

Sie lebt allein mit sieben Kindern, die zwischen zwei und 13 Jahren alt sind, und liebt sie über alles. Lange Zeit war es ihr nicht gelungen, sich von ihrem Ehemann zu lösen. Er schlug und misshandelte sie. Mehrmals flüchtete sie vor ihm in Frauenhäuser. Jetzt will sie sich allein durchsetzen.


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