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<rss version="2.0"> <channel><link>http://www.jugendwerkhof.eu/Forum</link><title>Foren</title><description>RSS - Feed</description><item><title>wolfersdorf </title><pubDate>Wed, 25 Jan 2012 02:31:47 +0100</pubDate><description>&lt;p&gt;eure zeit in wolfersdorf&lt;/p&gt;</description><link>http://www.jugendwerkhof.eu/Forum/Gehe-zu/521</link></item><item><title>jugendwerkhof</title><pubDate>Fri, 15 Jul 2011 15:07:48 +0200</pubDate><description>&lt;p&gt;hallo, ich suche ehemalige aus dem jugendwerkhof R&#xD6;DERN die da bis anfang 1980 drin waren.
bitte meldet euch unter rose1007@hotmail.de&lt;/p&gt;</description><link>http://www.jugendwerkhof.eu/Forum/Gehe-zu/461</link></item><item><title>Studie zum JWH - R&#xFC;hn, Ehemalige gesucht</title><pubDate>Tue, 21 Jun 2011 14:59:42 +0200</pubDate><description>&lt;p&gt;Anfrage per Mail:"F&#xFC;r  eine Studie &#xFC;ber den Alltag im Jugendwerkhof R&#xFC;hn suche ich ehemalige  "R&#xFC;hner", die ich telefonisch befragen m&#xF6;chte. Auftraggeber der Studie  ist die "Geselllschaft f&#xFC;r Regional- und Zeitgeschichte" in Schwerin.  Die Ergebnisse der Studie sollen in eine Ausstellung einflie&#xDF;en, die im  Kloster R&#xFC;hn geplant ist. Ich w&#xFC;rde mich wirklich sehr freuen, wenn sich  m&#xF6;glichst viele "Ehemalige" bei mir melden w&#xFC;rden! Arne Boecker, ..."Kontaktdaten bei mir oder Wiesel erfragen&lt;/p&gt;</description><link>http://www.jugendwerkhof.eu/Forum/Gehe-zu/457</link></item><item><title>Strafrechtliche Rehabilitierung von DDR-Heimkindern erleichtert</title><pubDate>Thu, 16 Jun 2011 17:07:58 +0200</pubDate><description>&lt;p&gt;Die  Th&#xFC;ringer Justiz ist auch 20 Jahre nach der Wende noch immer damit  besch&#xE4;ftigt, Unrecht aus DDR-Zeiten aufzuarbeiten und die Betroffenen zu  rehabilitieren. Im Fokus des &#xF6;ffentlichen Interesses stehen dabei seit  einiger Zeit besonders die F&#xE4;lle der ehemaligen Heimkinder.&#xA0;Zwar  war die Rechtsprechung des Th&#xFC;ringer Oberlandesgerichts (THOLG) auf  diesem Gebiet schon seit Jahren opferfreundlich; eine Ende letzten  Jahres in Kraft getretene Gesetzes&#xE4;nderung erleichtert die  Rehabilitierung von DDR-Heimkindern nun aber deutlich.&#xA0;
Nach der bis zum 08.12.2010 gegebenen Gesetzeslage lautete die st&#xE4;ndige Rechtsprechung des Rehabilitierungssenats des THOLG wie folgt:
&#xA0;
Ein  Betroffener, der als unter 14-j&#xE4;hriger in einem Kinderheim oder als  Jugendlicher von 14 bis 18 Jahren in einem Jugendwerkhof bzw. einer  &#xE4;hnlichen Einrichtung der DDR-Jugendhilfe untergebracht war, wurde  rehabilitiert, wenn
&#xA0;
&#xA0;&#xA0;&#xA0;&#xA0;&#xA0;&#xA0; 1. die Unterbringung eine strafrechtliche Ma&#xDF;nahme war und rechtsstaatlichen
&#xA0;&#xA0;&#xA0;&#xA0;&#xA0;&#xA0; &#xA0;&#xA0; Grunds&#xE4;tzen widersprach&#xA0;
oder
&#xA0;
&#xA0;&#xA0;&#xA0;&#xA0;&#xA0;&#xA0; 2. die Unterbringung &#x2013; wie im Regelfall &#x2013; zwar keine strafrechtliche Ma&#xDF;nahme, gleich-
&#xA0;&#xA0;&#xA0;&#xA0;&#xA0;&#xA0; &#xA0;&#xA0;&#xA0; wohl aber rechtsstaatswidrig war, weil
&#xA0;
&#xA0;&#xA0;&#xA0;&#xA0;&#xA0;&#xA0; a) sie eine Freiheitsentziehung darstellte oder zumindest ein Leben unter haft&#xE4;hnlichen
&#xA0;&#xA0;&#xA0;&#xA0;&#xA0;&#xA0; &#xA0;&#xA0;&#xA0; Bedingungen. Das Vorliegen dieser ersten Rehabilitierungsvoraussetzung hat der
&#xA0;&#xA0;&#xA0;&#xA0;&#xA0;&#xA0; &#xA0;&#xA0;&#xA0; Senat bei Jugendwerkh&#xF6;fen und Spezialkinderheimen f&#xFC;r (vermeintlich) schwer-
&#xA0;&#xA0;&#xA0;&#xA0;&#xA0;&#xA0; &#xA0;&#xA0;&#xA0; erziehbare Kinder regelm&#xE4;&#xDF;ig vermutet. Bei den sonstigen (&#x201E;einfachen&#x201C;) Kinderheimen
&#xA0;&#xA0;&#xA0;&#xA0;&#xA0;&#xA0; &#xA0;&#xA0; &#xA0;musste der Betroffene hingegen im konkreten Einzelfall ein Leben unter haft&#xE4;hnlichen
&#xA0;&#xA0;&#xA0;&#xA0;&#xA0;&#xA0; &#xA0;&#xA0;&#xA0; Bedingungen glaubhaft machen; hieran scheiterte es oft.
&#xA0;
&#xA0;&#xA0;&#xA0;&#xA0;&#xA0;&#xA0; b) Zweite Rehabilitierungsvoraussetzung war, dass die Heimunterbringung entweder
&#xA0;
&#xA0;&#xA0;&#xA0;&#xA0;&#xA0;&#xA0; - der politischen Verfolgung oder
&#xA0;&#xA0;&#xA0;&#xA0;&#xA0;&#xA0; - sonst sachfremden Zwecken gedient hat oder
&#xA0;&#xA0;&#xA0;&#xA0;&#xA0;&#xA0; - g&#xE4;nzlich unverh&#xE4;ltnism&#xE4;&#xDF;ig war, d.h. in einem groben Missverh&#xE4;ltnis zu ihrem Anlass
&#xA0;&#xA0;&#xA0;&#xA0;&#xA0;&#xA0; &#xA0;stand.
&#xA0;
Die zweite Rehabilitierungsvoraussetzung ist unver&#xE4;ndert geblieben. Seit dem 09.12.2010 hat der Gesetzgeber aber die oft schwierige Glaubhaftmachung eines  Lebens unter haft&#xE4;hnlichen Bedingungen entfallen lassen. Nach der jetzt  geltenden Gesetzesfassung wird in den F&#xE4;llen, in denen die Anordnung  einer Heimerziehung der politischen Verfolgung oder sonst sachfremden  Zwecken gedient hat, der freiheitsentziehende Charakter gesetzlich  unterstellt (unwiderlegbar vermutet). Die Gerichte haben also nicht mehr  zu pr&#xFC;fen, ob sich die Heimunterbringung im konkreten Fall unter  haft&#xE4;hnlichen Bedingungen vollzogen hat.
&#xA0;
Diese  &#xC4;nderung des Strafrechtlichen Rehabilitierungsgesetzes (StrRehaG) hat  dazu gef&#xFC;hrt, dass das THOLG in der vergangenen Woche einen Betroffenen  rehabilitieren konnte, dessen Antrag in der ersten Instanz nur mit der  Begr&#xFC;ndung abgelehnt worden war, die konkrete Heimsituation k&#xF6;nne nicht  als Freiheitsentziehung (Leben unter haft&#xE4;hnlichen Bedingungen) gewertet  werden.
&#xA0;
Der  heute 58-j&#xE4;hrige Betroffene war schon als S&#xE4;ugling im Kinderheim  untergebracht worden. Da die Heimerziehung der politischen Verfolgung  seiner Eltern diente, hat das THOLG nun festgestellt, dass er in den  ersten Jahren seines Lebens zu Unrecht Freiheitsentziehung erlitten hat.
&#xA0;
Beschluss des Th&#xFC;ringer Oberlandesgerichts v.  17.05.2011, Az.: 1 Ws Reha 7/11 (Landgericht Erfurt, Beschluss v.  17.12.2010, Az.: 1 reha 96/09)

&#xA0;
&#xA0;
Hintergrund: Der Rehabilitierungssenat hat seine Entscheidung auf &#xA7; 2 Abs. 1 StrRehaG in der ab dem 09.12.2010 geltenden Fassung gest&#xFC;tzt; die Vorschrift lautet nun wie folgt:"Die  Vorschriften dieses Gesetzes finden auf eine au&#xDF;erhalb eines  Strafverfahrens ergangene gerichtliche oder beh&#xF6;rdliche Entscheidung,  mit der eine Freiheitsentziehung angeordnet worden ist, entsprechende  Anwendung. Dies gilt insbesondere f&#xFC;r eine Einweisung in eine  psychiatrische Anstalt sowie eine Anordnung der Unterbringung in einem  Heim f&#xFC;r Kinder oder Jugendliche, die der politischen Verfolgung oder  sonst sachfremden Zwecken gedient hat."
&#xA0;

http://www.thueringen.de/de/olg/infothek/pressemitteilungen/data/55673/content.html
&lt;/p&gt;</description><link>http://www.jugendwerkhof.eu/Forum/Gehe-zu/455</link></item><item><title>1973-75 Crimmitschau Gruppe Aufbau</title><pubDate>Tue, 14 Jun 2011 22:04:37 +0200</pubDate><description>&lt;p&gt; Lang ist&#xB4;s her. Kann mich kaum noch erinnern. Ist jemand auf dieser Seite den ich kennen k&#xF6;nnte? Oder jemand der sich an mich erinnert? Wer war zu dieser Zeit in Crimmitschau? Und in der Textilfabrik? lg bea&lt;/p&gt;</description><link>http://www.jugendwerkhof.eu/Forum/Gehe-zu/454</link></item><item><title>RE:Erzieher im "Auge"behalten</title><pubDate>Fri, 27 May 2011 14:14:19 +0200</pubDate><description>&lt;p&gt;Hallo,
mein Name ist Larissa und ich bin 16 Jahre alt. In wenigen Wochen habe ich meine Abschlusspr&#xFC;fung und w&#xFC;rde gern als Thema Jugendwerkh&#xF6;fe nehmen, da bei uns dieses Thema noch recht unbekannt ist und meiner Meinung nach mehr Leute dar&#xFC;ber Bescheid wissen sollten was damals geschah.
Mich w&#xFC;rde es freuen, wenn sie mir ein paar Fragen beantworten k&#xF6;nnten, ihre Geschichte und Erfahrungen erz&#xE4;hlen oder alte Akten/Fotos besitzen. Damit ich m&#xF6;glichst genau &#xFC;ber dieses Thema berichten kann.
Sollten sie sich dazu bereit erkl&#xE4;ren melden sie sich bitte unter folgender E-Mail Adresse:
larissa.barco@yahoo.de
Ich freue mich auf Antworten und Informationen
Mfg Larissa&lt;/p&gt;</description><link>http://www.jugendwerkhof.eu/Forum/Gehe-zu/440</link></item><item><title>JWH Eckartsberga - LSTU Berlin sucht Infos</title><pubDate>Thu, 13 Jan 2011 13:37:46 +0100</pubDate><description>&lt;p&gt;Informationen zu Unterbringungsbedingungen im JWH Eckartsberga in den 1980er Jahren

GAST: Planer-Friedrich schrieb am 13.01., 12:16 Uhr: Hallo, Ich bin bez&#xFC;glich einer Rehabilitierungsangelegenheit auf der Suche nach  Informationen zum JWH Eckartsberga. In erster Linie interessieren mich  Details zu den Unterbringungsbedingungen in den 1980er Jahren: Gab es  Gitter an den Fenstern? Gab es Arrestzellen? War den Jugendlichen  Ausgang gestattet? F&#xFC;r knappe und baldige Nachrichten w&#xE4;re ich sehr dankbar. i.A. Jens Planer-Friedrich --- Landesbeauftragter f&#xFC;r die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen DDR Scharrenstr. 17 10178 Berlin Telefon: (030) 24 07 92 - 41 Telefax: (030) 24 07 92 - 99 Mail: pf.lstu-berlin@t-online.dewww.berlin.de/stasi-landesbeauftragter

&lt;/p&gt;</description><link>http://www.jugendwerkhof.eu/Forum/Gehe-zu/405</link></item><item><title>Im Jugendamt sitzt der Peiniger von einst</title><pubDate>Tue, 30 Nov 2010 13:25:32 +0100</pubDate><description>&lt;p&gt;Wer in der DDR im Kinderheim lebte, leidet oft noch heute. Erst  jetzt haben einige den Mut, &#xFC;ber die Zeit des Schreckens zu reden. Claus Peter M&#xFC;ller &#xFC;ber eine Konferenz des Schreckens in Erfurt.19. November 2010&#xA0;
Eine  Frau, die gern &#xFC;ber ihre Kindheit in DDR-Heimen berichtet h&#xE4;tte, konnte  nicht kommen. Wegen der Erlebnisse im Heim scheut sie die Enge in  Bahnen und Bussen. Und weil den meisten Heimkindern in der DDR der  Zugang zu guter Bildung verwehrt blieb, weil sie daher nie Aussicht auf  beruflichen Erfolg hatten, reicht ihr Einkommen auch nicht f&#xFC;r ein Auto.  Sie blieb zu Hause.
Aber was h&#xE4;tte sie gesagt? Die Scham schn&#xFC;rt  ein, die Sprache stockt, die Erinnerung versagt. Auch zwei Jahrzehnte  nach dem Ende der DDR sind die Heimkinder des Sozialismus meist stumme  Opfer ihrer Geschichte. Nicht einmal mit Freunden oder Verwandten  sprechen sie. Nur z&#xF6;gernd finden sie Worte. Wenige wagen sich mit ihrer  Geschichte in die &#xD6;ffentlichkeit, ermuntert durch die Berichte  westdeutscher Heimkinder und sexuell missbrauchter Internatssch&#xFC;ler.
H&#xE4;tte der Frau &#xFC;berhaupt jemand geglaubt?
Weil ihnen der  Blick zur&#xFC;ck so schwer f&#xE4;llt, hilft nun die Politik. Die  Landesbeauftragten f&#xFC;r die Stasiunterlagen und die Aufarbeitung der  Folgen der kommunistischen Diktatur kamen diese Woche mit Opfern der  SED-Volksbildung zum Kongress &#xFC;ber &#x201E;DDR-Kinderheime und ihre Folgen f&#xFC;r  die Kinder und Jugendlichen&#x201C; in Erfurt zusammen. Die Th&#xFC;ringer  Landesbeauftragte, Hildigund Neubert (CDU), Sozialministerin Heike  Taubert (SPD) und die Bundesstiftung Aufarbeitung waren die Gastgeber im  Th&#xFC;ringer Landtag. Dass der Kongress erst jetzt stattfand, ist auch  eine Folge der Heimerziehung. Die Erzieher brachen die Menschen. Das  sch&#xFC;tzt nun jene, die T&#xE4;ter waren. Zudem sind Akten schwer aufzufinden,  Aufbewahrungsfristen abgelaufen, Dokumente im Rei&#xDF;wolf zerfetzt,  Straftaten verj&#xE4;hrt. H&#xE4;tte der Frau, die zu Hause bleiben musste,  &#xFC;berhaupt jemand geglaubt?
Erst einmal geht es nicht um die  Entsch&#xE4;digung der Opfer, sondern um die Aufarbeitung ihrer Geschichte.  Manfred May, Mitarbeiter der Beratungsinitiative der Th&#xFC;ringer  Landesbeauftragten, hat ein Ohr f&#xFC;r die Opfer. Er ist bildender  K&#xFC;nstler, lebte bei Leipzig und kam Anfang 1989 nach Suhl, wo er unter  den Stasi-Besetzern war, ein Dokumentationszentrum aufbaute und  Haftgeschichten aufzeichnete. Die Z&#xF6;glinge von einst, so seine  Erfahrung, finden sich in der freien Welt bisweilen noch schlechter  zurecht als in der sozialistischen. May hat Klienten im Gef&#xE4;ngnis, die,  wie ein Mann sagte, der 1990 aus dem Heim in eine ver&#xE4;nderte Welt  entlassen worden war, &#x201E;nur DDR k&#xF6;nnen&#x201C;. In einigen F&#xE4;llen, sagt May,  haben Gerichte erst j&#xFC;ngst den Zusammenhang zwischen Heimerziehung,  Gewalterfahrung und krimineller Karriere hergestellt.
Etwa zwei Drittel der Opfer, die May ber&#xE4;t, beziehen eine Rente wegen  Erwerbsunf&#xE4;higkeit. Die Erfahrungen der Kindheit und Jugend haben sie  traumatisiert. Silke Birgitta Gahleitner, Sachverst&#xE4;ndige am Runden  Tisch Heimerziehung, sagt, ein Trauma r&#xFC;hre aus einem Diskrepanzerlebnis  her, in dem eine Bedrohung und die M&#xF6;glichkeit, sie zu bew&#xE4;ltigen, weit  auseinander klaffen. Der Mensch versuche zun&#xE4;chst, einer solchen  Situation zu entfliehen. Gelinge das nicht, k&#xE4;mpfe er. Sei ihm auch das  verwehrt, gefriere er. Auf englisch lautet die Alliteration des  Schreckens: Flight, Fight, Freeze.
Das Einfrieren sei am  gef&#xE4;hrlichsten, sagt Gahleitner. Es k&#xF6;nne zur Amnesie, zu somatischen  Leiden oder Fehlgeburten f&#xFC;hren. Immer wieder k&#xE4;men die Opfer in  &#x201E;Trigger-Situationen&#x201C;, die das alte Gef&#xFC;hl der Ohnmacht ausl&#xF6;sen. Wenn  jemand seine Akten einsehen will und auf den Jugend&#xE4;mtern jene antrifft,  die er als Peiniger in Erinnerung hat. Wenn der Heimleiter von einst  noch heute im Jugendamt sitzt. Wenn Beh&#xF6;rden und Justiz aus Akten des  Unrechtsstaates zitieren. Ein Opfer beklagt denn auch in Erfurt &#x201E;die  Netzwerke, die &#xFC;ber die Wende hinaus bestehen&#x201C;.
Arbeitszwang auch aus &#xF6;konomischen Gr&#xFC;nden
Das  System der DDR-Heimerziehung hat Parallelen zu den Verh&#xE4;ltnissen in den  Heimen der fr&#xFC;hen Jahre der Bundesrepublik. Die gemeinsame Wurzel sieht  Manfred Kappeler, ebenfalls Sachverst&#xE4;ndiger am Runden Tisch  Heimerziehung, in den Jahren bis 1945. Kappeler, der das System der  Heimerziehung im Westen als &#x201E;postfaschistisches System&#x201C; sieht, sagt, ihm  sei nach dem Mauerfall klar geworden, &#x201E;wie &#xE4;hnlich die Heimerziehung in  der BRD und der DDR doch waren&#x201C;. Im Westen freilich konnten Kritiker  die Missst&#xE4;nde offen anprangern.
Christian Sachse, fr&#xFC;her Pfarrer  in Torgau, heute freier Publizist, sammelt mit Akribie Fakten im  Bundesarchiv und in den Unterlagen des Ministeriums f&#xFC;r Volksbildung. In  den DDR-Heimen, so sagt er, herrschte Arbeitszwang nicht nur aus  sozialistisch-erzieherischen Gr&#xFC;nden, sondern auch aus &#xF6;konomischen. Aus  der Industrie vor allem im Braunkohlerevier und an der Ostseek&#xFC;ste  kamen demnach Anforderungen, Jugendwerkh&#xF6;fe zu errichten, um die  Betriebe mit billigen Arbeitskr&#xE4;ften zu versorgen.
Manche Insassen erlitten Erfrierungen
In  der DDR gab es 25.000 bis 30.000 Pl&#xE4;tze in Normalheimen. Davon  unterschieden sich die Spezialheime mit 6000 Pl&#xE4;tzen f&#xFC;r schwer  erziehbare Kinder und Jugendliche. Wer vierzehn Jahre oder &#xE4;lter war und  als schwer erziehbar galt, kam in die Jugendwerkh&#xF6;fe als eine Kategorie  von Spezialheimen. F&#xFC;r Kinder und Jugendliche, mit denen die  Spezialheime nicht zurecht kamen, gab es Sonderheime f&#xFC;r  p&#xE4;dagogisch-psychiatrische Therapie. Erg&#xE4;nzt wurde das System durch den  geschlossenen Jugendwerkhof Torgau, das Erziehungs- und Arbeitslager  R&#xFC;dersdorf sowie Durchgangslager in allen Bezirken der DDR. Allein in  den Spezialheimen f&#xFC;r Kinder und den Jugendwerkh&#xF6;fen f&#xFC;r Jugendliche  waren w&#xE4;hrend 40 Jahren Sozialismus 120 000 Menschen interniert.
Oft  waren die Heime in bauf&#xE4;lligen Villen und Gutsh&#xE4;usern untergebracht.  Manche Insassen erlitten Erfrierungen. F&#xFC;r die Ern&#xE4;hrung standen  Lebensmittel im Wert von 3,30 Ostmark am Tag zur Verf&#xFC;gung. In den  Heimen trafen gewaltt&#xE4;tige Minderj&#xE4;hrige auf traumatisierte Kinder,  Sexualt&#xE4;ter auf Opfer sexueller Gewalt. Jugendliche, die wegen ihres  Hangs zu westlicher Musikkultur aufgefallen waren, wurden mit  Kriminellen weggeschlossen. Die Erziehung war streng. Bestraft wurde mit  Entzug von Nahrung und Schlaf. In Einzelf&#xE4;llen gab es sexuelle  &#xDC;bergriffe &#x2013; von Jugendlichen teils hingenommen, um Vorteile zu  erreichen. Selbst die Jugendwerkh&#xF6;fe boten nach Sachses Recherchen &#x201E;aus  methodischen Gr&#xFC;nden&#x201C; die Gelegenheit zur Flucht: So konnte man den  Delinquenten nach abermaliger Festsetzung besser bestrafen. Wenn das  Bett nicht richtig gebaut war, die Zahnb&#xFC;rste in falscher Richtung im  Becher lehnte oder der Hocker beim Fr&#xFC;hst&#xFC;ck zu laut &#xFC;ber den Boden  schurrte, wurde nicht der Einzelne, sondern das Kollektiv bestraft. Das  Kollektiv nahm wiederum Rache am Einzelnen. Daf&#xFC;r gaben die Erzieher  offenbar Gelegenheit: &#x201E;Ich bin jetzt mal zwei, drei Stunden weg.  Behandelt den mal selbst.&#x201C; May lernte in den Gespr&#xE4;chen Begriffe wie  &#x201E;U-Boot-Tauchen&#x201C; oder &#x201E;U-Raum-Disko&#x201C;. Z&#xF6;glinge dr&#xFC;ckten anderen  Z&#xF6;glingen den Kopf unter Wasser, bis sie fast ertranken. Die Erzieher  gaben Stiefel oder Schutzhelme aus, damit ein Z&#xF6;gling, der dem Kollektiv  eine Strafe eingetragen hatte, von den anderen in der Umkleide mit den  Stiefeln getreten oder den Helmen geschlagen wurde.
&#x201E;Helfer in der Frischeierproduktion&#x201C;
In  den Durchgangsheimen, so h&#xF6;rte May aus den Erz&#xE4;hlungen der Opfer,  wurden die Kinder und Jugendlichen einer Aufnahmeprozedur unterzogen wie  in Torgau. In einer Leibesvisitation wurden die K&#xF6;rper&#xF6;ffnungen  inspiziert, dann wurden die Haare kurz geschnitten. Die Zeit im Heim  begann in einer dunklen Einzelzelle. Mobiliar: ein Hocker, ein Eimer f&#xFC;r  die Notdurft, eine Pritsche, die tags&#xFC;ber hochgeschlossen oder entfernt  wurde.
In den Jugendwerkh&#xF6;fen wurden die Kinder zum &#x201E;Helfer in  der Frischeierproduktion&#x201C; oder zur &#x201E;Helferin in der Textilveredelung&#x201C;  gemacht. Aus Scham &#xFC;ber diese Dem&#xFC;tigung gaben die Jugendlichen die  Berufe sp&#xE4;ter nicht an, rissen die entsprechenden Seiten aus ihrem  Sozialversicherungsausweis, versuchten bei Bewerbungen zu verschweigen,  dass sie im Heim oder Jugendwerkhof waren.
Nur einer der Stasi-Offiziere hat sich bei ihm entschuldigt
In  den Heimen waren Kinder und Jugendliche, die renitent oder schwer  erziehbar oder straff&#xE4;llig geworden waren. Aber es kamen auch Kinder,  die aus politischen Gr&#xFC;nden festgehalten wurden, oder weil sie zu Opfern  h&#xE4;uslicher Gewalt geworden waren und nun ihrerseits wie T&#xE4;ter behandelt  wurden. Die Formulierungen in den Akten, sagt May, seien schwammig. Von  &#x201E;Bummelei&#x201C; sei h&#xE4;ufig die Rede. Der Begriff der &#x201E;Herumtreiberei&#x201C; taucht  h&#xE4;ufig bei M&#xE4;dchen auf, die Opfer sexueller &#xDC;bergriffe geworden waren.  Sie versuchten ihrem Peiniger zu Hause auszuweichen und trieben sich  deshalb auf der Stra&#xDF;e herum. Die Kinder von einst berichten May heute,  dass sie ihre h&#xE4;usliche Lage dem Jugendamt schilderten. Dennoch seien  sie ins Heim eingewiesen worden, w&#xE4;hrend zu Hause alles beim alten  blieb. Das &#x201E;Erziehungsziel&#x201C; des M&#xE4;dchens im Heim lautete: &#x201E;Bek&#xE4;mpfung  der sexuellen Triebhaftigkeit&#x201C; oder &#x201E;Verbesserung des Verh&#xE4;ltnisses zum  anderen Geschlecht&#x201C;.
Wie die Staatssicherheit auf die Jugendhilfe  einwirkte, ist nach den Untersuchungen von Kerstin Dietzel von der  Hochschule Magdeburg-Stendal schwierig herauszufinden. Es fehle an  Dokumenten, die Hinweise seien in den Akten oft verschleiert. Aber die  Berichte der Zeitzeugen sprechen f&#xFC;r sich. Ein Vater, der wegen  staatsfeindlicher Hetze verhaftet wurde, sagte: &#x201E;Da hatten wir gro&#xDF;e  Angst, dass die mich verhaften, und das Kind kommt ins Heim. Meine Frau  haben sie verhaftet, meine Mutter haben sie verhaftet. Und nun mich, und  nun nehmen sie mein Kind.&#x201C; Stasi und Jugendhilfe verleumdeten die  Eltern und streuten Ger&#xFC;chte. Ein Sohn sagte seinen Eltern nach seinem  Heimaufenthalt: &#x201E;Die sagten mir, ihr wolltet in den Westen und wolltet  euren behinderten Sohn zur&#xFC;cklassen.&#x201C;
In den Heimen wiederum warb  das Ministerium f&#xFC;r Staatssicherheit die Kinder als Spitzel an,  diktierte ihnen die Verpflichtungserkl&#xE4;rung, wie ein Zeitzeuge aus  Th&#xFC;ringen in Erfurt berichtet. Wie es ihm heute gehe? Schlechter als  damals. Er lebe vom Arbeitslosengeld, das er sich mit Taxifahren  aufbessere. Nur einer der Stasi-Offiziere habe sich bei ihm  entschuldigt. Daraufhin tranken sie gemeinsam ein Bier.
Text: F.A.Z.Bildmaterial: privatwww.faz.net&lt;/p&gt;</description><link>http://www.jugendwerkhof.eu/Forum/Gehe-zu/402</link></item><item><title>Bundesministerinnen besuchen ehemaligen Jugendwerkhof</title><pubDate>Mon, 29 Nov 2010 23:18:23 +0100</pubDate><description>&lt;p&gt;Bundesfamilienministerin Kristina Schr&#xF6;der (CDU) und  Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (FDP) haben am  Montag die Gedenkst&#xE4;tte des fr&#xFC;heren Jugendwerkhofs in Torgau besucht.  Beide informierten sich dort &#xFC;ber das System der DDR-Erziehungsanstalten  und &#xFC;ber Missbrauchsf&#xE4;lle in DDR-Heimen. Die Bundesministerinnen  sprachen vor Ort auch mit Betroffenen.
Knapp 100 Opfer sexuellen Missbrauchs in DDR-Heimen
Mit dem Bekanntwerden sexueller &#xDC;bergriffe in Kirchen war auch der  Missbrauch in DDR-Heimen &#xF6;ffentlich geworden. Die Leiterin der  Gedenkst&#xE4;tte Gabriele Beyler hatte im Vorfeld mehrfach gefordert, dieses  Thema auch am Runden Tisch f&#xFC;r die bundesweite Aufarbeitung von  Missbrauchsf&#xE4;llen in privaten und &#xF6;ffentlichen Einrichtungen zu  behandeln. Schr&#xF6;der und Leutheusser-Schnarrenberger leiten diesen Runden  Tisch.
Knapp 100 Opfer sexuellen Missbrauchs in DDR-Heimen haben sich laut  Beyler bislang an die zentrale Anlaufstelle f&#xFC;r Betroffene gewandt,  darunter mehr M&#xE4;nner als Frauen. Die Palette der &#xDC;bergriffe reiche von  sexueller N&#xF6;tigung bis hin zu Vergewaltigung. Sexuellen Missbrauch gab  es demnach nicht nur in Jugendwerkh&#xF6;fen, sondern auch in "normalen"  DDR-Kinderheimen. In Torgau befand sich der einzige Geschlossene Jugendwerkhof der DDR. Er  glich einem Gef&#xE4;ngnis mit Arrestzellen und Einheitskleidung. Kinder und  Jugendliche zwischen 14 und 18 Jahren sollten in einem Aufenthalt zu  "sozialistischen Pers&#xF6;nlichkeiten" erzogen werden. Rund 4.000  Jugendliche waren hier bis zu seiner Aufl&#xF6;sung 1989 untergebracht.




"Ich habe ersch&#xFC;tternde Eindr&#xFC;cke gewonnen, wie hier mit jungen Menschen umgegangen wurde."


Sabine Leutheusser-Schnarrenberger, Bundesjustizministerinnach dem Besuch im Jugendwerkhof Torgau
http://www.mdr.de/nachrichten/7937788.html

&lt;/p&gt;</description><link>http://www.jugendwerkhof.eu/Forum/Gehe-zu/401</link></item><item><title>Liebe Ehemalige von jugendwerkhof.info</title><pubDate>Wed, 15 Sep 2010 16:11:17 +0200</pubDate><description>&lt;p&gt;Liebe Ehemalige von jugendwerkhof.info,nachdem sich die erste Aufregung gelegt hat und einigesich mit der jetzigen Situation abgefunden haben, bin ich noch nicht bereit,unsere Seite einfach so aufzugeben. Deshalb brauch ich dringend eure Hilfe.Welcher Ehemalige von jugendwerkhof.info steht heute nochmit seinem kompletten Namen auf imheim.de? Ist jemand bereit, sich auf anderem Wege als dem L&#xF6;schen der Daten dagegenzur Wehr zu setzen? Es kostet euch maximal ein paar e-Mails.Wenn ihr euch nicht einfach so mit der Einvernahme vonjugendwerkhof.info zufrieden geben wollt und bereit seid euch zu wehren, dannbitte PN an mich.Wichtig: ihr m&#xFC;sst jetzt noch mit euerm kompletten Namen auf imheim.de stehen.Ich danke alle, die mich bisher unterst&#xFC;tzt haben und mitmir k&#xE4;mpfen, dass wir unser virtuelles zuhause zur&#xFC;ck bekommen.Danke Wiesel-2002&lt;/p&gt;</description><link>http://www.jugendwerkhof.eu/Forum/Gehe-zu/378</link></item></channel></rss>

