Aufgrund aktueller Vorkommnisse die das herrabwürdigen der Insassen des geschlossenen Jugendwerkhofs Torgau beinhalten ergeht hier folgende Mitteilung:
Die Betreiber dieser Community distanzieren sich ganz deutlich von den Aktionen des Herrn Robby Basler und des DEMO- Landesvereines Hessen e.V!!
NavigationUnterstützenÜber jede noch so kleine Unterstützung für das Projekt würden wir uns freuen:
Wer ist online?
|
News
Neue Artikel
Neue MitgliederNeue Ausstellung zu Jugendwerkhöfen in TorgauIm ehemaligen Jugendwerkhof Torgau wird seit dem Wochenende ein dunkles Kapitel des DDR-Erziehungssystems beleuchtet. Die Ausstellung "Ich bin als Mensch geboren und will als Mensch hier raus!" befasst sich mit sogenannten Spezialheimen und Jugendwerkhöfen. Die Leiterin der Stasi-Unterlagen-Behörde, Marianne Birthler, sagte während der Eröffnung, die Schau zeige die menschenverachtenden Methoden, mit denen die DDR junge Menschen zu Objekten staatlicher Willkür gemacht hat. Nach ihren Angaben wurden mehr als 10.000 Kinder und Jugendliche Opfer der DDR-Heimerziehung, allein im Jugendwerkhof Torgau hätten 4.000 Zöglinge Monate ihres Lebens verbringen müssen.
Kaum Wissen über Spezialheime und Werkhöfe
Birthler erklärte, sie stelle immer wieder fest, dass viele Menschen von den DDR-Spezialheimen und Jugendwerkhöfen nur sehr wenig wissen. "Da ist nichts zu vergessen - man muss es erst erfahren", so Birthler. Der ehemalige Insasse Ralf Weber sagte am Rande der Ausstellungseröffnung, er investiere im Opfer-Beirat viel Zeit, um über das dunkle Kapitel der SED-Diktatur aufzuklären. Der Grund sei, dass einige ehemalige DDR-Bürger nicht begreifen wollten, dass sie in einem Unrechtsstaat groß geworden sind.
Fadenscheinige Gründe für Einweisung
In Dokumenten, die die Dauerausstellung zeigt, werden unter anderem die Gründe aufgelistet, warum Jugendliche ins Heim oder in den Jugendwerkhof mussten: Einem jungen Mädchen wurde ein "schädlicher Einfluss aufs Kollektiv" bescheinigt; ein junger Mann habe noch nicht seine Absicht aufgegeben, zu seinem leiblichen Vater in die Bundesrepublik zu gelangen. Bei einer 17-Jährigen würden "Wort und Tat nicht übereinstimmen". Die Ausstellung dokumentiert auch die drakonischen Strafen, mit denen die Insassen zu rechnen hatten. Laut einer Original-Aktennotiz erhielt ein Jugendlicher sechs Tage Arrest "wegen Briefschmuggels".
Der Jugendwerkhof Torgau war 1964 in den Gebäuden einer ehemaligen Militärarrestanstalt angelegt worden. Er war der einzige "geschlossene Jugendwerkhof" der DDR und hatte gefängnisähnlichen Charakter. Die Disziplinierungsanstalt unterstand direkt dem Volksbildungsministerium. Eingewiesen wurden Kinder und Jugendliche im Alter zwischen 14 und 18 Jahren für maximal sechs Monate. 1998 wurde in dem Gebäude eine Erinnerungs- und Begegnungsstätte eingerichtet. http://www.mdr.de/sachsen/leipzig/6840707.html
15.11.2009, 15:05 von susa70 |
789 Aufrufe
Bewertung:
Tags (3) |
Galerie
|
Kommentare